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Personal Buddha

"Für die Basics beim Wohnungseinrichten geht man zu Einrichtungsketten. Doch dann gibt es ein besonderes Wohnungsstück, das einen durch das Leben begleitet. Ein Möbel, das bei jeder Übersiedlung mitkommt", sagt Helmut Krassnigg. Schaut man in die Auslage seines Ladens" Möbel und Raum " in der Mariahilferstraße, entdeckt man schnell ein solches mögliches Lieblingsstück : Auf einer grün lackierten Holztruhe steht ein steinerner Buddha mit rührend anmutendem Ausdruck. Korrekt gesagt : eine Mönchsstatue (€110). " Mit Haarpracht ist es schon der Erleuchtete", erklärt Krassnigg, der das asiatische Einrichtungsgeschäft gemeinsam mit dem Langstreckenpiloten Martin Pichler betreibt. Buddhist oder Hinduist ist keiner der beiden, doch viele Reisen in Thailand und Indien haben ihre Leidenschaft für asiatische Einrichtungen geweckt. Alte, zum Teil bemalte Sideboards, schön gearbeitete Kästchen aus Ulmenholz und zweitürige Schränke stehen im Geschäft, allesamt Einzelstücke zu moderaten Preisen. Ist man kunsthistorisch in fernöstlichen Gebieten nicht bewandert, lässt sich der Wert von Asia-Möbeln kaum schätzen. "Unsere chinesischen Händler betrachten manchen Hochzeitsschrank als Antiquität, doch ich würde ihn nicht als solche verkaufen", sagt Krassnigg, "denn chinesisches Kulturgut, das älter als 200 Jahre ist, darf nicht exportiert werden". Auch kleinere Dinge wie Schmuckschatullen oder einen Wassereimer, der als Blumentopf nett aussieht, gibt es bei "Möbel und Raum". China-Kitsch hingegen nicht. An der sonnengelben Rohseide aus Indien kann man sich kaum satt sehen. Die Lackbilder des "Mister Gufeng" mögen nicht in jedes Wohnzimmer passen, aber es sind Stücke darunter, mit denen sich zuhause farbenfrohe Inseln bauen ließen. Eingekauft wird vor Ort, rund um Peking etwa. "Aus dem ganzen Reich bringen Händler ihre Möbel und altes Holz für Tischlerarbeiten dorthin", erzählt Krassnigg. Auf den Märkten bauen die Händler in der Früh ihre mobilen Stände auf, ringsum stehen gemauerte Hütten, die auch beheizt werden. "Derzeit hat es minus zehn Grad in Peking, und es schneit", sagt Krassnigg. Auf chinesisch kann er bis zehn zählen und "Ich-liebe-dich-sagen".

Maria Motter, Der Falter

 

 

Möbel und Raum | Dr. Krassnigg & Pichler OG | www.moebelundraum.at
Lendplatz 5 , 8020 Graz | Telefon +43 (0) 664 252 26 56 | +43 (0) 699 11 50 30 21| E-Mail: office@moebelundraum.at
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